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Immissionsorientierte Anforderungen an Misch- und Niederschlagswassereinleitungen

am 27.05. / 28.05.2026 im Bildungszentrum für die Ver- und Entsorgungswirtschaft gGmbH, Wimberstraße 1, 45239 Essen

Bei der Bewirtschaftung der Fließgewässer gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind die Einleitungen aus Trenn- und Mischkanalisationen von besonderer Bedeutung. Daher fokussiert sich die Arbeits- und Merkblattreihe BWK-A/M 3 / DWA-A/M 102 insbesondere auf niederschlagsbedingte Siedlungsabflüsse („Regenwetterabflüsse“) und enthält emissions- und immissionsbezogene Grundsätze und Vorgaben zum Umgang mit niederschlagsbedingten Siedlungsabflüssen. Als Folge der Einführung der Arbeits- und Merkblattreihe BWK-A/M 3 / DWA-A/M 102 wurde eine vollständige Überarbeitung und Anpassung der Software VereNa.M7 an die aktuellen Merkblätter erforderlich:


  • Definition von Prüfwerten für die Feinfraktion abfiltrierbarer Stoffe AFS 63
  • Neues Verfahren zur Plausibilisierung von Hochwasserabflussspenden
  • Abbildung der zeitgerechten Abflussüberlagerung durch Anwendung eines Fließzeitverfahrens
  • Erweiterte Methodik der Nachweisführung
  • Nachweis der Sauerstoffkonzentration unter Berücksichtigung von Einleitungsdefiziten

 

Während am 1. Tag des Seminars die theoretischen Grundlagen der Merk- und Arbeitsblätter und des Programms besprochen werden, steht der 2. Tag ganz im Zeichen der praktischen Anwendung. Zunächst werden vor Ort und unter Anleitung Gewässermorphologie, Gewässerqualität und Gewässerfauna eines Fließgewässers beurteilt und das Wiederbesiedlungspotenzial erhoben. Im Anschluss steht die praktische Durchführung des Immissionsnachweises und der Sensivitätsanalysen auf dem Programm. Im Rahmen der Abschlussdiskussion werden die Ergebnisse interpretiert und ausgewertet.


Für die Durchführung der Anwenderschulungen konnten Mitglieder der BWK-Arbeitsgruppe gewonnen werden, die die Arbeits- und Merkblattreihe und die Software Verena21 in ihren wesentlichen Grundzügen erarbeitet haben.

 

Zielgruppe der Schulungen sind auf bundesweiter Ebene in der Praxis tätige Ingenieurinnen und Ingenieure aus der Verwaltung sowie aus Ingenieurbüros, die grundlegenden Fachkekenntnisse der Niederschlagswasserbehandlung haben. Aufgrund der Begrenzung der Teilnehmerzahl auf maximal 16 Personen wird eine intensive Betreuung gewährleistet. Jedem Seminarteilnehmer steht für die Übungen zur praktischen Durchführung des Immissionsnachweises ein eigener Rechnerarbeitsplatz zur Verfügung.